Wie viel Gentrifizierer steckt in dir?

Finde heraus, ob du deinen Berliner Bezirk veränderst

Über Gentrifizierung spricht man in Berlin so häufig wie die Touristen über den besten Döner der Stadt. Also eigentlich immer. Prenzlschwaben, Mediaspree, Latte-Macchiato-Mütter und die Weserstraßenhipster; Verdrängung ist überall das Stichwort. Kein Wunder, leben doch in Berlin derzeit so viele Menschen wie seit den 40ern nicht mehr. Nämlich über 3,5 Millionen – Tendenz steigend.

Langsam, aber stetig – Das Kiez-Bild dreht sich

Gentrifizierung beschreibt den Prozess der Umwandlung, der Umwandlung der Bewohnerschaft eines Bezirks. Es vollzieht sich ein Wechsel der einkommensschwachen Haushalte hin zu jenen mit höherem Einkommen und Status. Mit der steigenden Attraktivität kommen auch die Investoren, die für Sanierungsarbeiten sowie Mieterhöhungen sorgen, sowohl für Bewohner als auch den Einzelhandel. So verändert sich die Nachbarschaft vollständig. Wo früher einmal der kleine Bäcker war, entsteht nun ein hippes Soja-Latte-To-Go-Café, wo sich einst Hilde und Gerda trafen, siehst du jetzt die Birkenstock-Bande bewaffnet mit Karamell-Kaffee.

Was ist deine Rolle? Mache den Test!

Du denkst, nur die anderen sorgen dafür, dass sich dein Bezirk verändert? Mit diesem einfachen Formular kannst du schnell herausfinden, ob auch du zu den Gentrifizierern in deinem Kiez gehörst. Wie viel davon steckt in dir?

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Die Schere wird größer

In ganz Berlin lässt sich ein Phänomen beobachten: Das immer weiter zunehmende Auseinanderdriften von Einkommen und Mieten. Besonders stark betroffen sind die In-Bezirke, wie Kreuzberg-Friedrichshain – und das sogar als Bezirk mit dem zweitgeringsten Einkommen. Denn hier sind die Mieten seit 2007  um mehr als 65% gestiegen, das Einkommen aber lediglich um 38%. Eine Stabilisierung der Lage scheint nicht in Sicht.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, ImmobilienScout24
Beitragsbild: tektur / Shutterstock

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