Von Monstera bis Glücksfeder – Pflegetipps für deine Zimmerpflanzen im Winter

Zuletzt aktualisiert 6. Juli, 2021

Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen kühler werden, fahren nicht nur die meisten von uns einen Gang herunter, auch unsere grünen Mitbewohner lassen es ruhiger angehen. Ihr werdet bemerken, dass eure Pflanzen weniger neue Blätter produzieren, sich manchmal gelb färben und geschnittene Ableger länger brauchen, um zu wurzeln. Gerade in den Wintermonaten benötigen eure Zimmerpflanzen deshalb eine andere Pflege. Im Folgenden erfahrt ihr die wichtigsten Tipps und Tricks, damit euch eure Pflanzen auch in der kalten Jahreszeit viel Freude bereiten.

Weniger gießen ist mehr

Eure Pflanzen bekommen im Winter gelbe Blätter? Dann kann es an zu viel Feuchtigkeit liegen. Im Winter brauchen eure grünen Lieblinge nämlich weniger Wasser als sonst. Achtet daher darauf, euren Gießrhythmus anzupassen. Ob die Pflanze Wasser benötigt, könnt ihr ganz leicht überprüfen, indem ihr euren Finger tief in die Erde steckt. Sie sollte gut durchgetrocknet sein, bevor ihr zur Gießkanne greift. Damit könnt ihr auch die Ansiedlung von Schädlingen, die ein nasses Substrat lieben (z.B. Trauermücken), vermeiden.

Zimmerpflanzen gießen

Vom Staub befreien

Da im Winter das Tageslicht nur recht spärlich verfügbar ist, solltet ihr die besten Bedingungen schaffen, damit eure Pflanzen dieses aufnehmen können. Nehmt euch deshalb regelmäßig ein feuchtes Tuch zur Hand und wischt über die Blätter, funktioniert besonders gut bei Monstera, Geigenfeige, Einblatt und anderen großblättrigen Pflanzen. Alternativ könnt ihr sie, insbesondere Pflanzen mit kleineren Blättern, auch unter der Dusche abbrausen. So könnt ihr sie leicht vom Staub befreien, der gerade bei Heizungsluft im Winter deutlich mehr aufgewirbelt wird. Im Idealfall nutzt ihr warmes, kalkfreies Wasser.

Zimmerpflanzen entstauben

Für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen

Im Winter drehen wir die Heizung jeden Tag auf. Das sorgt zwar einerseits für mollige Wärme, mit der wir uns wohlfühlen, andererseits auch für eine trockene Raumluft. In dieser Zeit ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und so für ein angenehmeres Raumklima zu sorgen. Dafür gibt es mehrere Optionen. Entweder ihr legt euch einen Luftbefeuchter zu oder ihr greift auf die altbewährte Sprühflasche zurück und benetzt eure Pflanzen regelmäßig. Der feine Sprühnebel sorgt nämlich dafür, dass die Blätter nicht zu viel Feuchtigkeit verlieren und sich die Blattspitzen gar nicht erst braun färben. Falls ihr ein kleines Gewächshaus besitzt, könnt ihr auch eine Tasse mit heißem Wasser hineinstellen und so die Luftfeuchte erhöhen. Aber Obacht, nicht zu nah an die Pflanzen stellen, sonst können die Blätter in Mitleidenschaft gezogen werden.

Luftfeuchtigkeit bei Zimmerpflanzen erhöhen

Die Temperatur im Blick behalten

Auch wenn viele Pflanzen im Winter etwas kühler stehen möchten, solltet ihr darauf achten, dass sie weder Zugluft ausgesetzt sind, noch die Wurzelballen durchkühlen. Letzteres kann passieren, wenn ihr Pflanzen, wie den Ficus, auf dem kühlen Fliesenboden platziert habt. Dann kann nämlich die Kälte in die Wurzeln steigen und ausfallende Blätter die Folge sein. Mit einem kleinen Hocker oder Pflanzroller lässt sich hier aber leicht Abhilfe schaffen. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass ihr vor eurer Heizung keine Pflanzen stehen habt und auch auf dem Fensterbrett befindliche Pflanzen nicht permanent der nach oben strömenden Wärme ausgesetzt sind. So könnt ihr auch einem Schädlingsbefall vorbeugen, denn trockene Luft und hohe Zimmertemperaturen begünstigen diesen.

Zimmerpflanzen Temperatur

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