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Deutschlands Grill-Index 2026

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Redaktion

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Veröffentlicht am 24 Aug. 2026

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Dieser Sommer war richtig heiß, ganz Deutschland hat gegrillt. Doch nicht nur draußen unter der Sonne, sondern auf den Balkonen und in den Gärten zu Hause: Schweine-Nackensteaks auf dem Rost, Grillkäse auf der Plancha, dazu ein neuer Gasgrill frisch aus dem Baumarkt. Bevor die Grillutensilien bis zum nächsten Jahr wieder verstaut werden, werfen wir einen Blick zurück und schauen, wo die Grillsaison besonders aktiv war.

Wo wurde am häufigsten in den Prospekten von Supermärkten, Discountern und Baumärkten nach Grill-Angeboten geklickt? Welche Städte setzen auf Fleisch, welche auf Veggie-Alternativen? Und wo wird am meisten in neue Grillgeräte investiert?

Unsere Ergebnisse zeigen regionale Schwerpunkte und überraschende Trends.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick: 

  • Was auf den Grill kommt: Schweine-Nackensteak ist das meistgesuchte Grillprodukt, Fleisch-Produkte dominieren mit 44 Prozent aller Grill-Klicks, aber Veggie-Produkte landen im Verhältnis häufiger auf der Einkaufsliste.

  • Grill-Hotspots: In Garbsen hatten 3,55 Prozent aller Aufrufe einen Grill-Bezug – vor Fulda und Iserlohn. Im Bundesländer-Vergleich liegt Schleswig-Holstein vorn.

  • Veggie-Angebote: Die Uni-Städte Gießen, Tübingen und Ulm setzen am häufigsten auf pflanzliche Alternativen. Thüringen, die Bratwurst-Heimat, hat mit 12,8 Prozent den höchsten Veggie-Anteil aller Bundesländer.

  • Das Ruhrgebiet grillt mit Fleisch: In Wesel, Dorsten und Witten entfallen über 55 Prozent aller Grill-Klicks auf Fleischprodukte.

Was Deutschland im Sommer 2026 auf den Grill legt

Was rufen kaufDA-Nutzer:innen am häufigsten auf, wenn sie nach Grill-Angeboten suchen? Ein Blick auf die Kategorien und die beliebtesten Produkte zeigt: Fleisch führt bei den Klicks, aber Veggie überzeugt bei der Kaufabsicht.

  • Fast jeder zweite Grill-Klick betrifft Fleisch.

  • Fast jeder vierte betrifft Grillgeräte.

  • Veggie macht nur rund jeden neunten Klick aus, hat aber die höchste Einkaufslisten-Rate.

Fleisch dominiert die Klicks – Veggie die Einkaufslisten

Mit 44,1 Prozent aller Grill-Klicks liegen Angebote der Kategorie Fleisch/BBQ – also marinierte Steaks, Spare Ribs, Grillwürste und andere Fleischprodukte mit Grill-Bezug – unangefochten an der Spitze. Auf Platz zwei folgen Grillgeräte (Gasgrills, Holzkohlegrills, Dutch Oven, Plancha etc.) mit 24,2 Prozent. Veggie-Produkte – vegetarische und vegane Grillalternativen zusammengefasst – kommen auf rund 11 Prozent der Klicks.

Doch beim Blick darauf, wie viele Angebote tatsächlich auf die digitale Einkaufsliste gesetzt werden, dreht sich das Bild: Veggie-Produkte führen mit 12,4 Prozent – wer nach pflanzlichen Grillalternativen sucht, setzt diese deutlich häufiger auf die Liste. Beilagen und Saucen erreichen 9,4 Prozent. Fleischprodukte kommen nur auf 5,2 Prozent, Grillgeräte sogar nur auf 2,4 Prozent. Dies kann damit zusammenhängen, dass Veggie-Angebote einerseits gezielt geklickt werden, andererseits generell seltener im Angebot sind. Tauchen sie auf, schlagen die Nutzer:innen entschieden zu. Fleisch wird häufiger geklickt, aber seltener sofort auf die Liste gesetzt. Grills machen zwar 24,2 Prozent der Klicks aus, landen aber nur auf 2,4 Prozent der Einkaufszettel. Das deutet darauf hin, dass Nutzer:innen eher die Grillgeräte, welche oft teuer sind, miteinander vergleichen als die Preise für Lebensmittel.

Weitere Grill-Kategorien stoßen auf deutlich weniger Interesse: Zubehör und Tools (8,4 Prozent), Beilagen und Saucen (5,9 Prozent), Brennstoffe wie Holzkohle und Grillanzünder (3,3 Prozent) sowie Fisch und Seafood (1,3 Prozent).

Welche Produkte besonders gefragt sind

Schaut man auf einzelne Produkte mit den meisten Klicks, liegen Schweine-Nackensteaks eindeutig vorne mit 5 Prozent aller Aufrufe mit Grill-Bezug. Dahinter folgen Gasgrills (2,56 Prozent) und Holzkohlegrills (2,12 Prozent) – ein Zeichen dafür, dass neben dem Grillgut auch die Geräte selbst starkes Interesse wecken. Dahinter folgen Spare Ribs (1,43 Prozent), Grill- und Ofenkräuter (1,20 Prozent) sowie Hähnchensteaks (1,13 Prozent). Grill- und Pfannenkäse landet mit 0,80 Prozent auf Platz neun und ist damit das höchstplatzierte vegetarische Grill-Hauptprodukt.

Wo in Deutschland das Grill-Interesse am größten ist – Die regionale Auswertung 

Nicht überall werden gleich viel Grill-Angeboten geklickt. Manche Städte und Bundesländer zeigen deutlich mehr Interesse als andere. Der Grill-Index zeigt, wie viel Prozent aller Klicks auf Angebote auf Grillprodukte entfallen. Je höher der Anteil, desto grillbegeisterter die Region. Ausgewertet wurden die 150 größten deutschen Städte.

Die 10 größten Städte Deutschlands und ihre Grill-Favoriten

In Deutschlands größten Städten ist Fleisch der klare Favorit. In allen zehn Metropolen entfällt der größte Teil der Grill-Klicks auf Fleisch- und BBQ-Angebote.

Spitzenreiter ist ausgerechnet die Hauptstadt: In Berlin geht mit 49,9 Prozent fast jeder zweite Grill-Klick auf Fleisch – zugleich ist das Interesse an Grillgeräten hier mit 19,6 Prozent so niedrig wie in keiner anderen Großstadt. Am grillfreudigsten insgesamt ist Dortmund: Mit einem Grill-Faktor von 2,51 Prozent klickt keine andere Großstadt so häufig auf Grill-Angebote und auch hier steht Fleisch mit 49,8 Prozent hoch im Kurs.

Mit 34,3 Prozent ist der Fleischanteil in Bremen am niedrigsten, dafür liegt das Interesse an Grillgeräten mit 30,9 Prozent klar an der Spitze, gefolgt von Hamburg und Köln. Die größte Offenheit für vegetarische Alternativen zeigt Leipzig mit 13,4 Prozent, während Dortmund mit 9,0 Prozent das Schlusslicht bildet.

Grill-Hochburg Garbsen?

Die wahre Grillhauptstadt ist allerdings Garbsen. Mit 3,55 Prozent liegt die niedersächsische Stadt an der Spitze. Umgerechnet fiel etwa jeder 28. Produktaufruf in diesem Sommer auf ein Grill-Angebot. Der Durchschnitt der untersuchten Städte lag bei 2,48 Prozent. Dahinter folgen Fulda (3,46 Prozent) und Iserlohn (3,38 Prozent). Die Spitzenreiter verteilen sich über verschiedene Regionen, die Grill-Begeisterung ist also kein reines Nord- oder Süd-Phänomen.

Bei den Bundesländern führt Schleswig-Holstein mit 2,79 Prozent Grill-Anteil, gefolgt vom Saarland (2,67 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (2,55 Prozent). Hessen bildet mit 2 Prozent das Schlusslicht.

Wo Fleisch dominiert – Das Ruhrgebiet grillt klassisch

Wo haben Fleischprodukte den größten Anteil an allen Grill-Klicks? Die acht Städte mit dem höchsten Fleisch-Anteil liegen alle in Nordrhein-Westfalen. Wesel führt mit 56,8 Prozent – mehr als jeder zweite Grill-Klick entfällt hier auf Fleisch-Angebote. Direkt dahinter folgen Dorsten (56,6 Prozent), Witten (54,9 Prozent), Lünen (54,7 Prozent) und Moers (55,0 Prozent). Alle diese Städte interessieren sich deutlich mehr für Fleisch-Angebote als der Durchschnitt der untersuchten Städte, der bei 42,8 Prozent liegt. 

Auf Bundeslandebene führt Mecklenburg-Vorpommern mit 49,9 Prozent, gefolgt von Hamburg (48,4 Prozent) und Brandenburg (47,7 Prozent). Der Osten und Norden rufen häufiger Fleisch-Angebote auf als der Süden: Bayern (39,3 Prozent), Baden-Württemberg (42 Prozent) und Sachsen (38,0 Prozent) liegen unter dem Durchschnitt von 42,5 Prozent.

Wo Veggie gefragt ist – Universitätsstädte führen

In welchen Städten werden vegetarische und vegane Grillprodukte besonders häufig geklickt? Gießen führt mit 16,1 Prozent – fast jeder sechste Grill-Klick entfällt hier auf Veggie-Angebote. Dahinter folgen Tübingen (15,3 Prozent), Ulm (15,2 Prozent), Marburg (14,9 Prozent) und Göttingen (14,1 Prozent). Der Durchschnitt der Auswertung liegt bei 10,3 Prozent.

Was auffällt: Universitätsstädte, mit einer jungen, urbanen Bevölkerung dominieren das Veggie-Ranking. Hier ist das Interesse an pflanzlichen Alternativen besonders hoch.

Besonders bemerkenswert: 12,4 Prozent der geklickten Veggie-Angebote landen danach auf der digitalen Einkaufsliste der kaufDA-App. Das ist mehr als doppelt so oft wie bei Fleisch (5,2 Prozent). Wer nach Veggie-Alternativen sucht, merkt sich diese gezielt und entschlossen.

Auf Bundeslandebene führt überraschend Thüringen mit 12,8 Prozent – die Heimat der Bratwurst hat den höchsten Veggie-Anteil. Dahinter folgen Sachsen (12,5 Prozent) und Bayern (12,2 Prozent).

Wo in Grillgeräte investiert wird – Das Klischee lebt

Wo werden Grillgeräte besonders häufig geklickt? Garbsen führt mit 51,3 Prozent – mehr als jeder zweite Grill-Klick entfällt hier auf Gasgrills, Holzkohlegrills, Dutch Oven und Co. Dahinter folgen Delmenhorst (42,3 Prozent), Lüdenscheid (38,6 Prozent), Celle (36,8 Prozent) und Heilbronn (36,6 Prozent). Durchschnittlich entfällt etwa jeder vierte Angebotsaufruf (25,7 Prozent) auf Grillgeräte und -Equipment. Das High-End-Grillgerät als Statussymbol des deutschen Grillfans: Dieses Klischee lebt!

Auffällig: Garbsen ist zwar Spitzenreiter beim Grill-Anteil, aber beim Fleisch- und Veggie-Anteil rangiert die Stadt am unteren Ende. Hier wird viel nach Grillgeräten geklickt, aber weniger nach Grillgut. Der Vergleich von Equipment steht im Vordergrund – das eigentliche Grillen folgt später.

Auf Bundeslandebene führt das Saarland mit 31,3 Prozent, gefolgt von Sachsen (30,5 Prozent) und Bremen (28,6 Prozent). Hamburg bildet mit 17 Prozent das Schlusslicht – hier werden Grillgeräte-Angebote seltener aufgerufen, dafür mehr gegrillt.

Was uns der Grill-Index über das Grillland Deutschland verrät

Die Auswertung von Grill-Angeboten aus 150 Städten am Ende eines heißen Grillsommers zeichnet ein differenziertes Bild: Deutschland grillt – aber nicht überall gleich. Fleisch dominiert mit 44 Prozent aller Klicks, doch vegetarische und vegane Alternativen haben, wenn sie im Angebot sind, eine höhere Kaufabsicht.

Veggie-Angebote werden gezielter gemerkt: 12,4 Prozent der geklickten Veggie-Angebote landen auf der Einkaufsliste – mehr als doppelt so oft wie Fleisch (5,2 Prozent). Grillgeräte werden ausgiebig verglichen (2,4 Prozent), die Kaufentscheidung dauert länger, auch weil sie mit höheren Kosten verbunden ist. 

Universitätsstädte sind Veggie-Hochburgen: Gießen, Tübingen, Ulm, Marburg und Göttingen führen bei Veggie-Angeboten. Junge, urbane Bevölkerung und hohe Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen gehen Hand in Hand.

Garbsen ist Equipment-Hauptstadt: Über die Hälfte aller Grill-Klicks entfällt auf Grillgeräte – dafür liegen Fleisch- und Veggie-Anteile weit unter dem Durchschnitt. Hier ist das Klischee des technik-fokussierten Deutschen besonders lebendig.

Thüringen überrascht: Die Heimat der Thüringer Bratwurst hat mit 12,8 Prozent den höchsten Veggie-Anteil aller Bundesländer. Tradition und Vielfalt schließen sich nicht aus.

Das Ruhrgebiet grillt klassisch: In Wesel, Dorsten und Witten dominieren Fleisch-Angebote mit über 55 Prozent. Hier wird traditionell gegrillt – Schweine-Nackensteaks und Bratwürste führen die Listen an.

Großstädte vs. Kleinstädte: Großstädte wie München, Frankfurt und Hamburg zeigen höhere Veggie-Anteile, während kleinere Städte im Ruhrgebiet stärker auf Fleisch setzen. Die Grill-Kultur ist auch eine Frage der Stadtgröße und Demografie.

Der Blick auf die Daten der Grillsaison zeigt: Grillen in Deutschland bedeutet mehr als Fleisch auf dem Rost. Vegetarische Alternativen sind im Aufschwung und die Suche nach dem perfekten Grillgerät spielt mindestens eine ebenso große Rolle. Auf dem Rost spiegeln sich regionale Vorlieben, demografische Unterschiede und sich wandelnde Essgewohnheiten. Und noch ist der Sommer nicht vorbei.

So haben wir die Daten ausgewertet

Die vorliegende Analyse basiert auf anonymisierten Nutzerdaten der kaufDA-App. Ausgewertet wurden Klicks auf Grill-Angebote aus Prospekten von Supermärkten, Discountern, Baumärkten und Getränkemärkten im Zeitraum von Mai bis Ende Juli 2026. Erfasst wurden digitale Aufrufe in den 150 größten Städten Deutschlands in allen 16 Bundesländern.

Die Auswertung erfolgt auf Produktebene (z. B. „Schweine-Nackensteak", „Gasgrill") und Kategorieebene. Klicks bezeichnen Aufrufe von Angeboten durch Nutzer:innen – sie zeigen, welche Produkte besonders häufig angeschaut werden. Der Anteil, der auf die digitale Einkaufsliste gesetzt wird, zeigt die Kaufabsicht – nicht den tatsächlichen Kauf.

Für die Bundesland-Auswertung wurden die Daten der 150 Städte pro Bundesland aggregiert.

Hinweis zur Interpretation: Die Daten bilden das Verhalten der kaufDA-Nutzerschaft ab und erheben keinen Anspruch auf Repräsentativität für die deutsche Gesamtbevölkerung. kaufDA zeigt vorrangig Produkte im Angebot – manche Produkte sind häufiger rabattiert als andere. Dennoch liefert die Analyse belastbare Trends innerhalb einer großen und geografisch breit gestreuten Nutzergruppe.

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