Silberfische gehören zu den häufigsten ungebetenen Gästen in deutschen Wohnungen. Besonders im Bad oder in der Küche tauchen die kleinen, silbrig glänzenden Insekten plötzlich auf, meist nachts und oft völlig unerwartet. Auch wenn Silberfische nicht gefährlich sind, empfinden viele sie als unangenehm.
In diesem Ratgeber erfahrt ihr Schritt für Schritt, warum Silberfische auftreten, was sofort hilft und wie ihr einem Befall dauerhaft vorbeugt.
Inhaltsübersicht
Was sind Silberfische eigentlich?
Silberfische (wissenschaftlich Lepisma saccharina) sind kleine, flügellose Insekten mit einer silbrig schimmernden Oberfläche. Sie werden bis zu 1 cm groß und sind vor allem nachtaktiv.
Typisch für Silberfische:
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Sie lieben Feuchtigkeit und Wärme
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Sie verstecken sich tagsüber in Ritzen, Fugen und hinter Möbeln
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Sie ernähren sich von Zucker, Stärke, Hautschuppen und Papier
Ihr Auftreten ist daher oft ein Hinweis auf ein feuchtes Raumklima.
Warum habe ich Silberfische in der Wohnung?
Silberfische kommen nicht zufällig: meist finden sie ideale Lebensbedingungen vor.
Häufige Ursachen für Silberfische sind:
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Hohe Luftfeuchtigkeit (über 60 %)
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Warme Räume, besonders im Bad und in der Küche
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Undichte Fugen oder Risse, die als Versteck dienen
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Nahrungsreste, Staub oder Hautschuppen
Gerade Neubauten oder frisch sanierte Wohnungen sind oft betroffen, da Restfeuchte vorhanden sein kann.
Silberfische bekämpfen: was hilft sofort?
Schritt 1: Feuchtigkeit reduzieren
Der wichtigste Schritt gegen Silberfische ist ein trockenes Raumklima.
So senkt ihr die Luftfeuchtigkeit:
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Mehrmals täglich Stoßlüften
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Nach dem Duschen oder Kochen sofort lüften
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Nasse Handtücher nicht im Bad trocknen
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Bei Bedarf einen Luftentfeuchter nutzen
Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %.
Schritt 2: Gründlich reinigen
Silberfische finden selbst kleinste Nahrungsquellen. Sauberkeit entzieht ihnen die Grundlage.
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Böden regelmäßig saugen und wischen
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Krümel und Essensreste sofort entfernen
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Schränke und Ecken reinigen
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Papierstapel und Kartons überprüfen
Schritt 3: Hausmittel gegen Silberfische einsetzen
Viele Hausmittel helfen, Silberfische zu vertreiben oder ihre Ausbreitung zu stoppen.
Bewährte Hausmittel:
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Backpulver & Zucker (wirksam, aber nicht tierfreundlich)
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Lavendel oder Zitrone zur Abschreckung
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Klebefallen als Kontrolle des Befalls
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Kieselgur für trockene Einsatzorte
💡 Marlene's Tipp
- Verzichtet möglichst auf chemische Sprays, diese wirken oft nur kurzfristig.
Silberfische dauerhaft loswerden: langfristige Maßnahmen
Ritzen und Fugen abdichten
Verschließt:
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Fugen im Bad
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Risse an Fußleisten
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Übergänge an Rohren
So nehmt ihr den Silberfischen ihre Rückzugsorte weg.
Raumklima optimieren
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Gleichmäßige Raumtemperaturen
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Regelmäßiges Lüften als Routine
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Luftfeuchtigkeit im Blick behalten (Hygrometer)
Ein stabiles Raumklima verhindert, dass Silberfische zurückkehren.
Sind Silberfische gefährlich?
Nein. Silberfische übertragen keine Krankheiten und sind für Menschen harmlos. Sie können jedoch Tapeten, Bücher oder Lebensmittelverpackungen beschädigen und gelten als hygienisches Ärgernis.
👉 Wichtig: Ihr Auftreten ist ein Warnsignal für zu viel Feuchtigkeit und sollte ernst genommen werden.
Häufige Fragen zu Silberfischen (FAQ)
Sind Silberfische ein Zeichen für Schimmel?
Nicht direkt, aber sie deuten auf eine erhöhte Luftfeuchtigkeit hin und diese begünstigt Schimmel.
Wann sollte man einen Kammerjäger rufen?
Bei starkem oder dauerhaftem Befall, der sich trotz Maßnahmen nicht eindämmen lässt.
Fazit: Silberfische früh bekämpfen und vorbeugen
Silberfische sind lästig, aber gut in den Griff zu bekommen. Mit weniger Feuchtigkeit, mehr Sauberkeit und gezielten Maßnahmen lassen sich die Insekten effektiv vertreiben. Wer früh reagiert, verhindert eine Ausbreitung und sorgt für ein gesundes Wohnklima.
💡 Marlene's Tipp
- Regelmäßiges Lüften und ein Hygrometer sind die besten Helfer gegen Silberfische.
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