kaufDA MagazinDie Drogerie-Hits 2026: Was Deutschland in Drogerie-Prospekten sucht
Die Drogerie-Hits 2026: Was Deutschland in Drogerie-Prospekten sucht

Die Drogerie-Hits 2026: Was Deutschland in Drogerie-Prospekten sucht

Redaktion

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Veröffentlicht am 27 Okt. 2026

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Shampoo, Zahnpasta, Duschgel: Dafür gehen wir in die Drogerie, so war es jedenfalls mal. Heute liegen zwischen Zahnbürsten und Wattepads auch Nudeln, Trinkgläser, Handtaschen und Stehlampen. Das Sortiment bei Rossmann, DM & Co ist in den letzten Jahren ordentlich gewachsen und deckt inzwischen fast alles ab, was man im Alltag so braucht (und einiges, von dem man gar nicht wusste, dass man es braucht). Doch für welche Produkte interessiert sich Deutschland in den Drogerie-Prospekten wirklich?

Wir blicken auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Welche Drogerie-Angebote haben kaufDA-Nutzer:innen am häufigsten aufgerufen? Welche Kategorien sind besonders gefragt? Und in welchen deutschen Städten ist das Interesse an Drogerie-Angeboten am größten? Insgesamt wurden rund 289.000 Klicks auf Angebote aus über 600 unterschiedlichen Produkttypen in 110 deutschen Städten ausgewertet. Dabei geht es nicht um tatsächliche Käufe, sondern um Angebote, die Nutzer bei ihrer digitalen Einkaufsplanung auf kaufDA aufrufen. Die Ergebnisse zeigen überraschende Favoriten, ungewöhnliche Trends und regionale Unterschiede im Klickverhalten.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

  • Adventskalender sind der Drogerie-Hit des Jahres: Mit 2,95 Prozent aller Klicks ist der Adventskalender der meistgeklickte Produkttyp. In den meisten der 110 untersuchten Städte steht er auf Platz eins.
  • Drogerie-Prospekte sind mehr als Drogerie: Sieben der zehn meistgeklickten Produkte sind keine klassischen Drogerieartikel, darunter Trinkbecher, Taschen und Aufbewahrungsboxen. Insgesamt führen zwar Beauty- und Pflegeprodukte (27,7 Prozent der Klicks), doch direkt dahinter folgen Wohnen & Garten mit 17,5 Prozent.
  • Gesundheit hoch im Kurs: Nahrungsergänzungsmittel sind das zweitbeliebteste Produkt. Auch Selbsttests sind gefragt: Vitamintests liegen auf Platz 28, Urintests auf Platz 42. Zusammengezählt kämen sie auf Platz 8.
  • Überraschungen: Nippelcover (Platz 19) werden häufiger geklickt als Handcreme, Zahnpasta oder Shampoo. Auch Sextoys schaffen es auf Platz 40.
  • Analyse auf regionaler Ebene: Im Bundesländer-Vergleich liegt Berlin mit 11,6 Klicks pro 1.000 Einwohner:innen vorn. Bei den Städten führt Paderborn mit 14,8 Klicks, vor Mannheim und Kassel.

Die beliebtesten Drogerie-Produkte 2026

Welche Angebote rufen kaufDA-Nutzer:innen in Drogerie-Prospekten am häufigsten auf? Die Antwort ist eindeutig: Unangefochten an der Spitze steht der Adventskalender mit 2,95 Prozent aller Klicks. Kein anderes Produkt kommt auch nur annähernd an diesen Wert heran. Auf den Plätzen dahinter folgen Nahrungsergänzungsmittel (1,78 Prozent), Trinkbecher und Gläser (1,54 Prozent) sowie Parfüm (1,41 Prozent).

Was auffällt, unter den zehn beliebtesten Produkten finden sich nur drei klassische Drogerieartikel: Nahrungsergänzungsmittel, Parfüm und Raumduft. Dazwischen drängeln sich Alltagshelfer wie Socken und Trinkbecher. Früher kam man für Heilkräuter, Tees und Körperpflege zum Drogisten, heute auch für die neue Handtasche, die Lampe fürs Wohnzimmer und die passende Aufbewahrungsbox.

Aber warum landet der Adventskalender mit so großem Abstand auf Platz 1? Dafür gibt es eine mögliche Erklärung: Er hat nur eine kurze Saison und wird deshalb in den Prospekten besonders offensiv beworben. Gleichzeitig bieten Drogeriemärkte längst eine vielfältige Auswahl an Adventskalendern an, darunter Kalender mit Beauty- und Pflegeprodukten, Parfüm, Schokolade, Tee oder Spielzeug. All diese Varianten werden in der Auswertung unter dem Produkttyp „Adventskalender“ zusammengefasst. Klassische Drogerieprodukte sind dagegen das ganze Jahr über im Angebot. Windeln folgen beispielsweise erst auf Platz 11, Weichspüler auf Platz 13 und Taschentücher auf Platz 15.

Selbsttests und Intimes: Überraschungen in den Top 50

Ein Blick in die Top 50 bringt ein paar Überraschungen. Nippelcover landen auf Platz 19 der meistgeklickten Artikel und werden damit häufiger aufgerufen als Handcreme, Duschgel, Zahnpasta oder Shampoo. Auch Sextoys schaffen es auf Platz 40. Sie werden mehr als achtmal so oft geklickt wie Kondome.

Ebenfalls stark gefragt sind Selbsttests: Vitamintests liegen auf Platz 28, Urintests auf Platz 42, und dazwischen auf Platz 33 die Schwangerschaftstests. Zählt man Vitamin- und Urintests zusammen, kommen sie schon auf Platz 8. Wer in Drogerie-Prospekten stöbert, interessiert sich also auch für Themen, über die man nicht unbedingt offen spricht.

Klassische Drogerie-Produkte: Ranking ebenfalls mit Überraschungen

In der Top-Liste wird jedes Produkt anhand von Klicks einzeln betrachtet. So können Adventskalender und andere Produkte, die nicht unbedingt ins typische Drogerieregal gehören, weit vorne landen. Abgeschrieben ist das Kerngeschäft der Drogerien deshalb aber noch lange nicht: Denn Produkte der Kategorien Beauty & Körperpflege, Gesundheit & Wellness, Haushalt & Reinigung sowie Baby & Kind erzielen zusammen immerhin rund 55 Prozent aller Klicks.

Schaut man nur auf die Top-Produkte dieser traditionellen Drogerie-Kategorien, hält auch dieses Ranking die eine oder andere Überraschung bereit: Nahrungsergänzungsmittel stehen vorn – und zwar mit deutlichem Vorsprung – vor Parfüm und Raumduft. Was dann folgt, also Windeln, Weichspüler, Taschentücher und Waschmittel, liest sich dann eher wie ein gewöhnlicher Einkauf von Haushaltsartikeln des täglichen Bedarfs.

Ranking nach Kategorien: Beauty & Pflege vor Wohnen

Schauen wir uns nun etwas genauer die Verteilung der Klicks auf die verschiedenen Kategorien an: Mehr als jeder vierte Klick geht an Beauty & Körperpflege (27,7 Prozent). Besonders beliebt sind Make-up-Produkte wie Lippenstift, Mascara und Rouge. Das meistgeklickte Produkttyp der Kategorie ist jedoch Parfüm.

Auf Platz zwei folgen Produkte der Kategorie Wohnen & Garten (17,5 Prozent). Hier interessieren die Nutzer:innen vor allem Aufbewahrungsboxen und Trinkbecher. Danach geht es wieder etwas typischer zu: Gesundheit & Wellness (12 Prozent) wird von Nahrungsergänzungsmitteln angeführt. Es folgt Haushalt & Reinigung (11,4 Prozent), wo nicht etwa Waschmittel, sondern Raumduft das beliebteste Produkt ist. Zusammen machen diese beiden Kategorien fast ein Viertel aller Klicks aus.

Dahinter folgen Mode & Accessoires (9,1 Prozent), die Taschen und Socken antreiben, und Lebensmittel & Getränke (8,2 Prozent) mit Nudeln, Fertiggerichten und Keksen.

In der Kategorie Saison & Feiern (4,9 Prozent) macht das Gewinnerprodukt Adventskalender allein rund 60 Prozent der Klicks aus. Überraschend weit hinten liegen Babyartikel, auf die nur 3,8 Prozent der Klicks entfallen.

Mit dann doch überraschendem deutlichem Abstand folgen Schule & Büro (2,3 Prozent, vor allem Notizbücher), Spielzeug & Freizeit (1,8 Prozent), Tierbedarf (1,1 Prozent, angeführt von Katzenfutter) sowie Elektronik & Technik (0,2 Prozent, ausschließlich Batterien).

Regionale Auswertung: Wo das Interesse an Drogerie-Angeboten am größten ist

Über 5.000 Drogeriemärkte gibt es in Deutschland, allein Rossmann und DM betreiben jeweils weit mehr als 2.000 Filialen. Doch nicht überall wird gleich häufig in Drogerie-Prospekten geklickt. Welche Regionen sind besonders interessiert an den Angeboten der Drogerien?

Im Bundesländer-Vergleich liegt Berlin mit 11,6 Klicks pro 1.000 Einwohner:innen deutlich vorn, fast 50 Prozent über dem Durchschnitt von 7,8 Klicks. Darauf folgen Schleswig-Holstein (9,1 Klicks), Hessen (8,7 Klicks) und Mecklenburg-Vorpommern (8,3 Klicks). Am Ende der Rangliste stehen Sachsen (6), Saarland (5,8) und Brandenburg (5,7).

Paderborn ist Deutschlands Drogerie-Hauptstadt

Schaut man auf die Städte, liegt eine Stadt aus Nordrhein-Westfalen an der Spitze: Paderborn. Mit 14,8 Klicks pro 1.000 Einwohner:innen klicken die Paderborner:innen fast doppelt so häufig auf Drogerie-Angebote wie der Durchschnitt. Knapp dahinter folgen Mannheim (14,6) und Kassel (13,3). Auf den Plätzen vier bis sieben liegen Berlin, Oldenburg, Frankfurt am Main und Dortmund. Die eher kleineren Städte Trier (9,8), Hildesheim (9,7) und Neumünster (9,6) schließen die Top 10 ab.

Unter den zehn größten Städten Deutschlands ist Berlin klarer Spitzenreiter: Mit 11,6 Klicks landet die Hauptstadt im Gesamtranking auf Platz 4, vor Frankfurt am Main (10,1) und Dortmund (9,9).

Welche Produkte in den Städten am beliebtesten sind

Schaut man darauf, welche Produkte in den einzelnen Städten die meisten Klicks bekommen, gibt es einen klaren Sieger: In 86 von 110 Städten steht der Adventskalender allein auf Platz eins. Umso spannender sind die Städte, die mit ihren Lieblingsprodukten aus der Reihe fallen.

In Mannheim, der Stadt auf Platz zwei im Städte-Ranking, liegt Lippenstift knapp vor Trinkbechern und Gläsern. Und Frankfurt am Main ist die einzige der zehn größten Städte, die nicht auf den Adventskalender setzt: Hier führen Windeln, gefolgt von Taschen. In den beiden Universitätsstädten Jena und Kaiserslautern steht der Schwangerschaftstest auf Platz eins. In Karlsruhe, Mönchengladbach, Herne und Bottrop landen Nahrungsergänzungsmittel ganz oben.

Fazit: Was uns die Drogerie-Hits über Deutschland verraten

Zwölf Monate Klickdaten aus Drogerie-Prospekten zeigen: Wer in Drogerie-Prospekten stöbert, sucht längst nicht mehr nur Drogerieartikel. Wohnaccessoires, Taschen und Aufbewahrungslösungen gehören ebenso zum Interesse wie Make-up und Duschgel.

Der Adventskalender ist der Drogerie-Hit 2026: Kein anderes Produkt wird so oft geklickt, und in 86 von 110 Städten steht er allein an der Spitze.

Gesundheit ist gefragt: Nahrungsergänzungsmittel sind das zweitbeliebteste Produkt. Zusammen mit Selbsttests und Sporternährung zeigt sich ein großes Interesse an Gesundheitsthemen.

Regionale Unterschiede sind deutlich: Berlin führt die Bundesländer an, Paderborn, Mannheim und Kassel die Städte. Und wo der Adventskalender nicht auf Platz eins steht, zeigen sich ganz eigene Vorlieben, vom Lippenstift in Mannheim bis zu den Windeln in Frankfurt.

Und die nächste Adventskalender-Saison hat gerade erst begonnen.

Methodik

Die vorliegende Analyse basiert auf anonymisierten Nutzerdaten der kaufDA-App. Ausgewertet wurden Klicks auf Angebote aus Prospekten der Drogerien dm, Rossmann, Budni , Müller und Vitalia Reformhaus im Zeitraum von Oktober 2025 bis zur ersten Oktoberwoche 2026. Insgesamt flossen rund 289.000 Klicks in die Auswertung ein.

Die Auswertung erfolgt auf Produktebene (z. B. „Adventskalender“, „Nudeln“) sowie auf Ebene von zwölf Kategorien und deren Unterkategorien. Klicks bezeichnen Aufrufe von Angeboten durch Nutzer:innen. Der Anteil der Angebote, die auf die digitale Einkaufsliste gesetzt werden, zeigt die Kaufabsicht, nicht den tatsächlichen Kauf.

Für die regionale Auswertung wurden alle 110 Städte mit mindestens 75.000 Einwohner:innen berücksichtigt und die Klicks ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt (Klicks pro 1.000 Einwohner:innen). Die Werte der Bundesländer ergeben sich aus der Summe dieser Städte.

Hinweis zur Interpretation: Die Daten bilden das Verhalten der kaufDA-Nutzer:innen ab und erheben keinen Anspruch auf Repräsentativität für die deutsche Gesamtbevölkerung. kaufDA zeigt vorrangig Produkte im Angebot, und manche Produkte sind häufiger rabattiert als andere. Dennoch liefert die Analyse belastbare Trends innerhalb einer großen und geografisch breit gestreuten Nutzergruppe.

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