Einzelhandel in Zeiten von Corona

Zuletzt aktualisiert 3. April, 2020

Angesichts steigender COVID-19-Infektionszahlen in Deutschland haben Bund und Länder am Montag weitere Einschränkungen beschlossen. Deshalb möchten wir euch an dieser Stelle mit allen aktuellen Infos, die jetzt wichtig sind, unterstützen. Natürlich aktualisieren wir den Beitrag fortlaufend. Teilt den Artikel gern mit Anderen, um auch sie up-to-date zu halten. Am wichtigsten aber: Bleibt gesund und achtet auf eure Mitmenschen!

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Aldi hält an gewohnten Öffnungszeiten zu Ostern fest

Donnerstag, 2. April

In einer Mitteilung gibt Aldi Nord bekannt, keine gesonderten Öffnungszeiten rund um die Osterfeiertage einzuführen. Alle Filialen sind in der Osterzeit zu den regulären Zeiten geöffnet. Damit handelt der Discounter auch im Sinne aller Angestellter, die sich in einer besonders arbeitsreichen und fordernden Situation befinden. Aldi Nord weist außerdem darauf hin, den Ostereinkauf frühzeitig, bedarfsgerecht und rücksichtsvoll zu erledigen.

Jena macht Schutzmasken zum Einkaufen doch verpflichtend

Dienstag, 31. März

Gestern erst war das Thema der Schutzmaskenpflicht aufgekommen, eine generelle Umsetzung einer solchen Maßnahme in Deutschland schien vorerst nicht vorgesehen zu sein. Nun jedoch meldet die Stadtverwaltung im thüringischen Jena, dass in einer Woche das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes verpflichtend wird. Dann ist neben dem Einkaufen, auch das Fahren mit dem ÖPNV und das Betreten von Gebäuden mit Publikumsverkehr nur noch mit Maske möglich. Als Alternative zur Atemschutzmaske wird auch der Schutz mittels Tüchern oder Schals, die Mund und Nase bedecken, anerkannt. Jena ruft zudem die Bürger auf, selbst Masken zu nähen, für die Versorgung der Pflegekräfte, Ärzte, Fahrer im ÖPNV und Anderer in systemrelevanter Infrastruktur hat die Stadt vorgesorgt.

Aktuell keine Schutzmaskenpflicht beim Einkaufen geplant

Montag, 30. März

In Österreich gibt es sie bereits, die Pflicht eine Schutzmaske während des Einkaufs zu tragen. Auf Nachfrage während der heutigen Pressekonferenz teilte Bayerns Ministerpräsident Söder mit, dass derzeit Ähnliches hierzulande nicht geplant sei und es vorerst keine Verschärfung der bislang bestehenden Vorkehrungen geben werde. Dennoch schließt Söder nicht aus, dass es in Zukunft auch für Deutschland eine mögliche Option sein könne, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Lidl setzt einheitliches Hygiene- und Schutzkonzept in allen Filialen um

Donnerstag, 26. März

Um Kunden wie Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, hat Lidl nun ein einheitliches Konzept mit Maßnahmen vorgestellt, die für alle der rund 3.200 Filialen in Deutschland greifen. Damit soll ein einfacher, zügiger und verantwortungsvoller Einkauf ermöglicht werden. Gleichzeitig appelliert das Unternehmen aber auch an alle Kunden, so rücksichtsvoll wie möglich miteinander umzugehen. Die Bausteine, die nun vom Discounter umgesetzt werden, sind:

  • Kundenbetreuer stehen vor jedem Eingang,
  • Einkaufswagengriffe werden regelmäßig desinfiziert,
  • an allen Kassen werden Plexiglasscheiben angebracht,
  • Kassenpersonal erhält Einmalhandschuhe (Verwendung freiwillig),
  • Hinweise und Bodenaufkleber zu Hygiene- und Abstandsregelungen sind vorgesehen.

Darüber hinaus wird es in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Saarland zu einer Begrenzung der Kundenzahl im Markt kommen. Die Kundenbetreuer werden maximal einen Kunden pro 10qm Verkaufsfläche erlauben, ein Einkaufswagen muss mitgeführt werden, der ebenso als Hilfe zur Abstandshaltung dient. Treten Veränderungen der Sachlagen ein, wird Lidl die einzelnen Vorkehrungen anpassen.

Öffnungszeiten für Risikogruppen

Mittwoch, 25. März

Im Ausland haben bereits viele Geschäfte spezielle Öffnungszeiten für Risikogruppen eingeführt, jetzt ziehen auch die ersten Händler in Deutschland nach. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, haben sich einzelne selbstständige Kaufleute dazu entschlossen, ihre Märkte morgens nur für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen zugänglich zu machen. Das betrifft zum Beispiel den Edeka Hetzenegger in Bergisch-Gladbach oder den Edeka Ludwig Boßler im hessischen Nauheim. Angenommen werde dieser Service gut, erklären die Leiter der Märkte.

Große Handelszentralen wiegen das Thema derzeit noch ab, gibt es hier eine flächendeckende Umstellung der Händler, werden wir darüber informieren.

H&M produziert medizinische Schutzkleidung

Dienstag, 24. März

Der Modekonzern H&M hat begonnen seine internationale Produkt auf Schutzkleidung für Krankenhauspersonal umzustellen. Man wolle dank seiner logistischen Kapazitäten die schnellstmögliche Auslieferung ermöglichen.

Baumärkte in Sachsen geschlossen

Montag, 23. März

Nachdem bereits in Bayern am Freitag bekanntgegeben wurde, dass weitere Geschäfte schließen müssen, hat auch Sachsen die Allgemeinverfügung noch einmal verschärft. Ab sofort bleiben auch hier Baumärkte, Restaurants und Friseure geschlossen. So will man die Gefahr der Ausbreitung des Coronavirus weiter eindämmen.

ALDI und McDonald‘s arbeiten zusammen

Sonntag, 22. März

Unter dem Motto “Gemeinsam geht alles.” gaben Aldi Nord & Aldi Süd bekannt, dass sie mit McDonald’s zusammenarbeiten, um die gestiegene Nachfrage und das höhere Arbeitsaufkommen zu bewältigen.

Zusammen mit unseren Kollegen von McDonald´s haben wir uns zu einem einmaligen Schritt entschieden: Für die Zeit der Corona-Krise unterstützen uns McDonald´s Mitarbeiter, die wegen der aktuellen Lage nicht arbeiten können, in unseren ALDI Filialen. Sie werden zusammen mit unseren Mitarbeitern ihr Bestes geben, damit ihr weiter mit allem versorgt seid. Dafür sind wir unglaublich dankbar.

Bayern verhängt Ausgangsbeschränkungen, mehr Geschäfte schließen

Freitag, 20. März

In der heutigen Pressekonferenz gab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bekannt, Ausgangsbeschränkungen für das Bundesland zu verhängen. Da sich die Lage bislang nicht entschärft hat und die Zahl der Infektionen weiter in die Höhe steigt, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen. Das soziale Leben wird “fast vollständig heruntergefahren”.

Was bedeutet das aber nun für jeden Einzelnen? Nur noch in Ausnahmefällen solle das Haus verlassen werden. Einkaufen und Arztbesuche sind aber weiterhin möglich. Auch wer zur Arbeit muss, kann und soll dies tun. Die Gastronomieeinrichtungen bleiben ab morgen hingegen geschlossen, Lieferdienste, Drive-In und Take-Away dürfen jedoch betrieben werden. Überhaupt sind alle Geschäfte, die der Lebensmittelversorgung dienen, auch künftig geöffnet. Es besteht kein Grund zu Hamsterkäufen. Banken werden ebenfalls geöffnet bleiben.

Zu den Geschäften, die jetzt schließen werden, gehören nun auch Bau- und Gartenmärkte sowie Friseure.

Weniger Geschäfte geöffnet

Mittwoch, 18. März 

Ab heute treten in vielen Bundesländern die am Montag vom Bund verkündeten Richtlinien in Kraft. Viele Einzelhändler, die nicht zur Versorgung der Bevölkerung dienen, sind ab sofort und zunächst bis zum 19. April geschlossen. Lebensmittelläden sind aber weiterhin zu den gewohnten Zeiten geöffnet und werden regelmäßig mit neuen Waren beliefert. Welche Geschäfte bis auf Weiteres von den Schließungen betroffen sind und welche nicht, erfahrt ihr in dieser Übersicht.

Versorgung bleibt weiterhin gewährleistet

Dienstag, 17. März

Zur Eindämmung von COVID-19 hat die Bundesregierung nun zahlreiche Einschränkungen verkündet, die den Einzelhandel und Dienstleistungssektor betreffen. Einige Läden müssen vorerst geschlossen bleiben. Dazu gehören aber nicht die Geschäfte, die zur Versorgung der Bevölkerung dienen. Hier wurden veränderte Rahmenbedingungen beschlossen und diese den derzeitigen Bedürfnissen angepasst. Diese Änderungen werden in Kürze von den Bundesländern durchgeführt, zum Teil ist dies schon geschehen.

Einkaufen ist nach wie vor zu den normalen Öffnungszeiten möglich. Lebensmittelhändler dürfen in Bayern sogar länger, von 6 bis 22 Uhr, geöffnet bleiben. Auch sonntags ist es jetzt möglich, in den Filialen Lebensmittel und Co. kaufen, das Verkaufsverbot wurde hier bis auf Weiteres ausgesetzt. Von 12 bis 18 Uhr dürfen die Läden dann öffnen. Die Händler versichern zudem, dass es zu keinen Engpässen kommen wird, die Artikel werden regelmäßig nachgeliefert und die Regale aufgefüllt, mittlerweile sogar öfter als sonst üblich.

Geöffnet bleiben: Lebensmittelmärkte (Supermärkte, Discounter, Biomärkte, etc.), Wochenmärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Bau-, Gartenbau und Tierbedarfsmärkte, Großhandel, Poststellen, Banken, Reinigungen, Waschsalons, Tankstellen, Frisöre, Zeitungskioske und Lieferdienste.

Geschlossen werden hingegen unter anderem Bekleidungsgeschäfte, Elektromärkte, Möbelhäuser, Parfümerien und Spielwarenläden.

Auflagen zur Hygiene geplant

Dienstag, 17. März

Auflagen zur Hygiene, zur Zutrittssteuerung und zum Vermeiden von Warteschlangen sollen, laut Angaben von Angela Merkel in der Pressekonferenz zu Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, kommen. Konkret festgelegt sind sie aber bisher noch nicht. Diese Vorkehrungen dienen dazu die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, am Warenangebot ändert sich jedoch nichts.

Weiterführende Infos erhaltet ihr auf den Webseiten der Bundesregierung:

Daniela berichtet über die neuesten Produkthighlights und alles, was im Einzelhandel gerade Furore macht, denn sie hat ihr Herz an allerlei Kuriositäten verloren und liebt es, Neuheiten auf der Spur zu sein. Außerdem schwärmt die Germanistin und Medienwissenschaftlerin fürs Schreiben (Klar!), Belletristik, Konzerte und Sneakers.